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PECHSTEIN

AUSSTELLUNGSARCHITEKTUR, LINZ

Von zahlreichen Zeitgenossen als führendes Mitglied der Künstlergruppe Brücke gewürdigt, nahm Max Pechstein in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts eine zentrale Stellung innerhalb der deutschen Avantgarde ein. Als erster Expressionist wurde er in die Preußische Akademie der Künste aufgenommen. Seine herausragende Bedeutung für die moderne Kunst beruht vor allem auf seinem maßgeblichen Beitrag zum Durchbruch des deutschen Expressionismus. 

Die Retrospektive im Lentos vereint Schlüsselwerke aus verschiedenen Schaffensphasen. Neben Dresden und Berlin bildete die Ostseeküste einen wichtigen Arbeits- und Inspirationsort. Bereits 1913 richtete der Kunstsalon Fritz Gurlitt in Berlin Pechsteins erste große Einzelausstellung aus. Wolfgang Gurlitt förderte zudem Pechsteins Reise in die Südsee, wo er auf den Palau-Inseln ein Leben im Einklang mit der Natur suchte, das mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs endete. 

Nach dem Krieg fand Pechstein in Berlin neue kreative Kraft. 1937 wurden in der Aktion „Entartete Kunst“ über 500 Werke beschlag nahmt. In der Nachkriegszeit erfuhr er Anerkennung, zugleich aber auch Kritik. Zahlreiche, aus der Erinnerung neu geschaffene Südseemotive entstanden in dieser späten Phase seines Werks. Über 100 Arbeiten, darunter viele Ostsee- und Südseelandschaften, sind im Lentos erstmals in Österreich zu sehen. Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Pechsteins Beziehung zu Wolfgang Gurlitt, dem Gründer der Vorgängerinstitution des Lentos Kunstmuseums Linz.

Kuratorin: Brigitte Reutner-Doneus 

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